Die Romane


Frank Herbert hat mit DUNE (deutscher Titel „Der Wüstenplanet“) das größte Science-Fiction-Epos aller Zeiten geschaffen. Seit 1965 wurden weltweit über zwölf Millionen Bücher verkauft. Er gewann gleich im Erscheinungsjahr 1965 mit dem ersten Teil als erster Roman den Nebula Award und ein Jahr später den Hugo Award in der Kategorie „Bester Roman“.

Die sechs Bände von „Der Wüstenplanet“ (Bd. I) bis „Die Ordensburg des Wüstenplaneten“ (Bd. VI) bilden den klassischen Zyklus. Die ersten drei Bände bilden eine Trilogie um den Wüstenplaneten, den Verrat am Hause Atreides und den Aufstieg der Atreides zur herrschenden Dynastie im bekannten Dune-Universum. Der vierte Band spielt dreieinhalbtausend Jahre später mit Leto Atreides als Gottkaiser, der die Geschicke der Menschheit festhält. Der fünfte und sechste Band konzentrieren sich in ferner Zukunft auf die dominierende Frauengesellschaft Bene Gesserit und die Rückkehr der Auswanderernachkommen aus der Diaspora. Ein siebter Band, der die Trilogie um Heretics („Ketzer des Wüstenplaneten“ Bd. V) und Chapterhouse („Die Ordensburg des Wüstenplaneten“ Bd. VI)Trilogie abschließen sollte, konnte durch den Tod von Frank Herbert im Jahre 1986 nicht mehr vollendet werden.

Inzwischen hat der Sohn von Frank Herbert, Brian Herbert, in Zusammenarbeit mit dem renommierten und erfolgreichen Autor Kevin J. Anderson zwei weitere Bücher mit den Titeln Hunters of Dune („Jäger des Wüstenplaneten“ Bd. VII) und Sandworms of Dune („Die Erlöser des Wüstenplaneten“ Bd. VIII) veröffentlicht. Diese basieren auf den nachgelassenen Notizen von Frank Herbert und schließen die Wüstenplaneten-Saga ab.

Die beiden Autoren veröffentlichten weitere Romanserien und erweiterten somit das Dune-Universum um weitere zwei Zyklen: Die Frühen Chroniken, die einen direkten Vorspann zu „Dune – Der Wüstenplanet“ bilden, sowie die ca. 10.000 Jahre vor den Frühen Chroniken angesiedelten Legenden.

Die Wüstenplanet-Chronologie

Die chronologische Reihenfolge der Romane ist:

„Der Wüstenplanet – Die Legenden“

Legends of Dune: The Butlerian Jihad (dt. „Der Wüstenplanet – Die Legenden 1: Butlers Djihad“, 2002)

Legends of Dune: The Machine Crusade (dt. „Der Wüstenplanet – Die Legenden 2: Der Kreuzzug“, 2003)

Legends of Dune: The Battle of Corrin (dt. „Der Wüstenplanet – Die Legenden 3: Die Schlacht von Corrin“, 2004)
 
„Der Wüstenplanet – Die Frühen Chroniken“

Prelude to Dune: House Atreides (dt. „Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 1: Das Haus Atreides“, 1999)

Prelude to Dune: House Harkonnen (dt. „Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 2: Das Haus Harkonnen“, 2000)

Prelude to Dune: House Corrino (dt. „Der Wüstenplanet – Die frühen Chroniken 3: Das Haus Corrino“, 2001)

„Der Wüstenplanet“ (Original-Zyklus von Frank Herbert)

Dune (dt. „Der Wüstenplanet“, 1965)

Dune Messiah (dt. „Der Herr des Wüstenplaneten“, 1969)

Children of Dune (dt. „Die Kinder des Wüstenplaneten“, 1976)
 
God Emperor of Dune (dt. „Der Gottkaiser des Wüstenplaneten“, 1981)

Heretics of Dune (dt. „Die Ketzer des Wüstenplaneten“, 1984)

Chapterhouse Dune (dt. „Die Ordensburg des Wüstenplaneten“, 1985)

Hunters of Dune (dt. „Jäger des Wüstenplaneten“, 2007) von Brian Herbert und Kevin J. Anderson

Sandworms of Dune (dt. „Die Erlöser des Wüstenplaneten“, 2007) von Brian Herbert und Kevin J. Anderson


Erster Zyklus 

Die ersten drei Romane der Originalreihe bilden den ersten Zyklus. Zeitlich ist die Handlung der Romane in einer unbestimmten fernen Zukunft angesiedelt. Das Jahr Null und somit der Anfang der Zeitrechnung wird auf die offizielle Gründung der Raumfahrergilde zurückgeführt. Die Handlung der Romane findet seinen Anfang in Dune („Der Wüstenplanet Bd. I“) im Jahr 10190 n. G. (= Nach Gilde).

Die Struktur der Gesellschaft besteht aus einem feudalistischen Imperium unter der Herrschaft eines Kaisers (Padishah – Imperator) und regionalen bzw. planetarischen Fürsten auf einer Vielzahl von Planeten. Es stehen für die Fortbewegung zwischen den Welten nur die Navigatoren der Raumfahrergilde des Imperiums zur Verfügung. Die einzige und schnelle Möglichkeit.

Künstliche Intelligenz und hoch entwickelte Computer wurden in einem Krieg vor langer Zeit zerstört (Butlers Djihad). Der Einsatz dieser Technologien ist seit dieser Zeit verboten. Dafür werden Menschen zu mathematischen Höchstleistungen konditioniert; sie werden dann Mentaten genannt.

Zwischen den beiden Fürstenhäusern Atreides (gesprochen: A-tre-i-des, nach dem legendären griechischen Ahnherrn Atreus) und Harkonnen ensteht ein Machtkampf mit politischen Intrigen um die Herrschaft über den Planeten Arrakis (von den einheimischen Fremen auch Dune genannt). Denn nur auf diesem Planeten ist die Droge „Melange“ zu finden, die gebraucht wird, um mit den Navigatoren der Raumschiffe zwischen den Welten eine Verbindung herzustellen und durch ihre hellseherischen Fähigkeiten die überlichtschnellen Raumschiffe sicher durch den Hyperraum zu steuern. Ohne die Melange wäre eine interstellare Raumfahrt nicht mehr möglich und würde das Imperium in einzelne, isolierte Sternensysteme zerfallen. Daneben besitzt die Melange eine bewusstseinsverändernde und altershemmende Wirkung, die aber auch zu leichten bis starken Suchterscheinungen führen kann.

Als politische Organisation nehmen die Bene Gesserit Einfluss auf die Geschicke der Menschheit. Sie wollen einen menschlichen Computer züchten mit Fähigkeiten, die über die der Bene Gesserit hinausgehen. Die Atreides sind in dieser Zuchtlinie miteingebunden.

Schon aus energiepolitischen Gründen ist die Herrschaft des Wüstenplaneten von entscheidender Bedeutung.

Klappentext Bd. 1


Herzog Leto Atreides erhält vom Imperator Arrakis zum Lehen den Wüstenplaneten, eine schreckliche Welt, in der nur die Stärksten überleben können. Aber gleichzeitig ist Arrakis die wertvollste Welt der Galaxis, denn nur in ihren Dünenfeldern ist das Melange zu finden, eine Droge, die den Menschen die Gabe verleiht, in die Zukunft zu blicken. Als der Herzog Arrakis betritt, ist er so gut wie tot. Seine mächtigen Gegner haben längst alles vorbereitet, um die Familie Atreides auszurotten. Doch seinem Sohn gelingt es, in die Wüste zu entkommen und bei den Premen unterzutauchen. Er wird der Anführer, und sie nennen ihn Muad'dib. Er sammelt die Wüstenbeduinen um sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug.

„Der Herr des Wüstenplaneten Bd. II“ (1969) und „Die Kinder des Wüstenplaneten Bd. III“ (1976) schließen an das erste Buch an und beenden die Geschichte (erste Trilogie) um das Haus des Atreides. Der junge Leto geht eine Symbiose mit einer Sandforelle ein, der Vorform des Sandwurms. Der Verlust seiner Menschlichkeit ermöglicht ihm die Gestaltung der Zukunft, eines Goldenen Pfades für die Menschheit.

Klappentext Bd. 2 und 3

Bd. 2:
Paul Atreides, mütterlicherseits ein Zuchtprodukt der uralten Sekte der Bene Gesserit, Sohn des ermordeten Herzogs Leto Atreides, ist in den extrem menschenfeindlichen Wüsten von Arrakis aufgewachsen. Er ist in die Schule der Fremen gegangen, der Reiter der Shai-Hulud, der gigantischen Sandwürmer des Wüstenplaneten. Sie haben ihn als Anführer erkoren und folgen ihm bedingungslos. Er ist der lang erwartete Prophet, und er ist ein Seher. Als Mahdi führt er die Fremen in den Djihad, den Heiligen Krieg, und er fegt wie ein Sturmwind durch die Galaxis. In einem Siegeszug ohnegleichen pflanzt er sein Banner auf alle von Menschen besiedelten Planeten und errichtet sein neues lmperium. Doch seine Machtfülle ruft Neider und Gegner auf den Plan, die unermüdlich auf Mittel sinnen, diese Herrschaft zu brechen. Unter die Pilgerscharen, die über viele Lichtjahre hinweg nach Arrakis kommen, um die Heilige Stadt des Muaddib zu besuchen, mischen sich Meuchelmörder, manipulierte Zeitbomben in Menschengestalt.

Bd. 3:
Herzog Leto Atreides erhält vom Imperator Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine schreckliche Welt, in der nur die Stärksten überleben können. Aber gleichzeitig ist Arrakis die wertvollste Welt der Galaxis, denn nur in ihren Dünenfeldern ist das Melange zu finden, eine Droge, die den Menschen die Gabe verleiht, in die Zukunft zu blicken. Als der Herzog Arrakis betritt, ist er so gut wie tot. Seine mächtigen Gegner haben längst alles vorbereitet, um die Familie Atreides auszurotten. Doch seinem Sohn gelingt es, in die Wüste zu entkommen und bei den Fremen unterzutauchen. Er wird der Anführer, und sie nennen ihn Muad'dib. Er sammelt die Wüstenbeduinen um sich zu einem gnadenlosen Rachefeldzug.


Zwischen zwei Trilogien

„Der Gottkaiser des Wüstenplaneten Bd. IV“ (1981) ist ein Übergangsroman zwischen der ersten Trilogie und dem darauffolgenden zweiten Zyklus.

Dieser Roman spielt 3500 Jahre nach der Regierungsübernahme von Leto II., dem Sohn von Paul Atreides (Muad'Dib). Es wird geschildert wie Leto die Symbiose mit dem Sandwurm eingeht, da nach seiner Vision die Menschheit sonst untergehen würde.

Die Religion spielt in dieser Romanreihe eine zentrale Bedeutung. Leto wird als ein gottgleiches Wesen dargestellt und von einer fanatischen Kirche verehrt. Bei seiner Verwandlung in eine wurmähnliche Kreatur mit menschlichem Haupt nimmt Leto seinen eigenen Tod in Kauf, um den Menschen die Erlösung bzw. die Freiheit zu bringen. Das Motiv der Selbstopferung eines Gottes wird aus verschiedenen Religionen in diesem Buch wieder aufgenommen und neu interpretiert.
Die Menschen brechen auf in die Weiten des Universums und beginnen ihre Diaspora. Letos Plan bewahrt die Menschheit vor der kompletten Auslöschung.

Klappentext:Bd. 4

Dreieinhalb Jahrtausende sind auf Arrakis, dem ehemaligen Wüstenplaneten, vergangen. Die Welt hat sich gewandelt, ist durch technische Hilfsmittel fruchtbar geworden. Die einst so stolzen Fremen, die Reiter der riesigen Sandwürmer und Bezwinger der tödlichen Wüste, sind nur noch ein Schatten ihrer selbst: Touristische Attraktionen, „Museumsfremen“ genannt. Doch es gibt noch ein Stück Vergangenheit auf Arrakis, sorgfältig vor Feuchtigkeit geschützt: die Wüste Sareer. Und dort lebt das wertvollste Stück Vergangenheit: Leto II., Sohn des Paul Atreides, des einstigen Herrschers, den man Muad'dib nannte. Doch Leto ist kein Mensch mehr. Seit dreieinhalb Jahrtausenden vollzieht sein Körper eine Wandlung, geht eine Symbiose mit dem mächtigsten und geheimnisvollsten Wesen dieser Welt ein, dem Shai-Hulud, dem Sandwurm. Er hat seine Menschlichkeit hingegeben, um die Menschheit zu retten. Er tritt als Gott auf und verlangt absolute Unterwerfung. Doch seine Gegner wissen, dass er verletzlich ist, und sie verfügen über teuflische Waffen, um ihn zu vernichten.

Zweiter Zyklus

Der fünfte („Die Ketzer des Wüstenplaneten Bd. V“) und sechste Roman („Die Ordensburg des Wüstenplaneten Bd. VI“) der Originalreihe bilden wiederum eine Einheit. Leider verstarb Frank Herbert an Krebs bevor er den geplanten Abschlussband vollenden konnte.

Sein Sohn Brian Herbert sollte aber in späteren Jahren mit Kevin J. Anderson den letzten Teil des zweiten Zyklus der Trilogie, die unterteilt ist in zwei Bände („Die Jäger des Wüstenplaneten“ Bd. 7 und „Die Erlöser des Wüstenplaneten“ Bd. 8), mit den Notizen von Frank Herbert abschließen.

Inzwischen hat Brian Herbert mit Hilfe von Kevin J. Anderson unter Verwendung der von Frank Herbert hinterlassenen Notizen den letzten Teil des zweiten Zyklus vollendet. Dieser Teil ist unterteilt in zwei Bände mit den Titeln Hunters of Dune („Jäger des Wüstenplaneten“ Bd. VII) und Sandworms of Dune („Die Erlöser des Wüstenplaneten“ Bd. VIII). Damit hat die Wüstenplaneten-Saga seine Vollendung gefunden.

Die Romane spielen weitere 1500 Jahren später. Die Menschheit hat technische, biologische und psychologische Fortschritte gemacht, doch die zentralen Themen der vorigen Romane, das Überleben der Menschheit und die Frage, was es ausmacht, Mensch zu sein, kehren wieder.

Frank Herbert vollzieht konsequent die Abkehr von einer zentralen Handlungsfigur hin zu Protagonisten, die in einer Welt mit widerstrebenden Elementen agieren müssen. Auf tragische Weise wird Duncan Idaho in verschiedenen Zeitaltern wiederbelebt und muss so Jahrtausende durchleben.

Das bekannte Universum wird nicht mehr von einem Kaiser regiert – jetzt kämpfen unabhängige Gruppen um die Vorherrschaft. Währenddessen wird das Gleichgewicht durch die Rückkehrer anderer Machtgruppen aus der Diaspora gestört und es droht die Vernichtung der gesamten menschlichen Existenz. In den Romanen bemühen sich die der Bene Gesserit, in deren Rängen viele Nachkommen der Atreides sind, die Katastrophe abzuwenden.

Klappentext Bd. 5

Unter Gottkaiser Leto II. wurde die Menschheit über die Galaxis verstreut. Nun kehren ihre Abkömmlinge aus der Diaspora zurück. Neue Kräfte haben sich entfaltet, neue Technologien wurden entwickelt. Der uralte Orden der Bene Gesserit, der seit Jahrtausenden über die Geschicke des Reiches wacht und die Fäden des genetischen Erbes der Atreides in der Hand hält, sieht sich mit Mächten konfrontiert, die es bisher nicht gab. Von Arrakis selbst, dem Wüstenplaneten, ist wenig Hilfe zu erwarten. Eine zerstrittene Priesterschaft, die den „Zerlegten Gott“, in Gestalt des Shai-Hulud, des gigantischen Sandwurms anbetet und Einheimische, die nur noch ein Schatten der einstigen stolzen Fremen sind. Da kommt ein Mädchen aus der Wüste, das mit geheimnisvollen Kräften über den Shai-Hulud gebietet, und ihm seinen Willen aufzwingt.

Klappentext:Bd. 6

Seit Tausenden von Jahren herrscht der Schwesternorden der Bene Gesserit im Hintergrund des Imperiums, kontrolliert die genetischen Verflechtungen der Herrscherhäuser und widmet sich der Zucht talentierter Persönlichkeiten. Doch ihr ist in der Zeit der Großen Diaspora ein Feind erwachsen: Die Geehrten Matres. Vertrieben von Arrakis, bieten die Bene Gesserit den Geehrten Matres Verhandlungen an – und sinnen gleichzeitig auf ihre Vernichtung. Doch sie stoßen auf einen gleichwertigen Gegner. Und es erweist sich, dass dieser Konflikt von langer Hand vorbereitet wurde, um in einer Synthese die optimalste Lösung zu finden – und den Grundstein zu legen für eine neue Auseinandersetzung, als dich die junge Sheena und Duncan Idaho in den unbekannten Raum absetzen...